Hilfsmittelverzeichnis / Hilfsmittelliste / Hilfsmittelkatalog

In § 129 SGB V sind die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) verpflichtet ein umfassendes Hilfsmittelverzeichnis anzulegen und kontinuierlich zu aktualisieren. Die darin aufgeführten Produkte sind im Rahmen der Versorgung der Versicherten voranging im Falle der Bewilligung einzusetzen. Bei gleichem Leistungsumfang muss die preisgünstigere Variante ausgewählt werden. Produkte die im Verzeichnis aufgeführt werden sind vorrangig zu wählen.

Die privaten Krankenkassen (PKV) haben ebenfalls Hilfsmittel-Listen oder -Verzeichnisse angelegt. Die privaten Versicherungen unterscheiden zwischen geschlossenen (abgeschlossenen) und offenen Hilfsmittel-Listen (-Katalogen).

  • Bei Vertragsabschluss mit einer offenen Hilfsmittel-Liste sind die Leistungsansprüche vergleichbar mit denen von Mitgliedern der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen.
  • Bei Versicherungsverträgen mit geschlossenen Hilfsmittel-Listen werden die einzelnen Hilfsmittel im Vertrag namentlich genannt bzw. sogar mit einem max. Preis erwähnt. Dann ist der Leistungsumfang der Versorgung sowohl von der technischen Weiterentwicklung als auch von Preisentwicklungen abgekoppelt. Der Versicherte muss auf eigene Kosten die Deckungslücke des Vertrages schließen.

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