MDK

Die gesetzlichen Krankenkassen haben zur Prüfung der Nutzung von Leistungen der Krankenkassen eine unabhängige Prüfungsgesellschaft, den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), gegründet. Die Gründung des MDK stellt die Umsetzung einer Vorgabe des Sozialgesetzbuches V (§§ 275 bis 283 SGB V usw.) dar. Diese Gesellschaft arbeitet bundesweit flächendeckend. Sie begutachtet Pflegerahmenbedingungen, die Einsatz- und Nutzungsmöglichkeiten von Hilfsmitteln, den Qualitätsstandard von intentioneller Pflege usw.

Der MDK arbeitet für die gesetzlichen Krankenkassen als Dienstleister. Häufig werden aber die Gutachten des MDK als Argument für Bewilligungsentscheidungen vorgeschoben. Dabei wird die gesetzlich vorgegebene Aufgabenteilung nicht beachtet:

Die MDK-Gutachten dienen als eine von mehreren Entscheidungsgrundlage. Der MDK entscheidet nicht über die Genehmigung von Hilfsmittel und Leistungen der Kasse. Nur die Krankenkasse und ihre Mitarbeiter über die Genehmigung oder Ablehnung von Hilfsmitteln oder Leistungen entscheiden. Die Kassenmitarbeiter sind im Zweifelfall auch für Fehlentscheidungen haftbar nach Sozialgesetzbuch. Darum ist die Aussage „Der MDK hat das nicht genehmigt“ grundsätzlich nicht haltbar.

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