A
Adipositas - Übergewicht
Adipositas wird als Fachbegriff für Übergewicht bei Menschen verwendet. Dafür wird der BMI (body mass index = Maßeinheit für das Körpergrößen / Körpergewichts - Verhältnis) ermittelt Das Körpergewicht des erwachsenen Menschen wird im Verhältnis zur Körpergröße bewertet.
Der BMI berechnet sich aus dem Körpergewicht [kg] dividiert durch das Quadrat der Körpergröße [m2]. Zusätzlich wird bei der BMI-Bewertung das Alter und das Geschlecht des Menschen berücksichtigt.
Bei einem BMI-Wert zwischen 30 und 40 geht man von Adipositas aus. Ab dem BMI-Wert 40 geht man von massiver Adipositas aus.
Anthropometrische Daten — Ergonomie — Körpermaße des Menschen
Die Maße der erwachsenen Menschen (Alter 18 Jahre bis 65 Jahre) wurden statistisch erfasst und in Häufigkeitsbereichen eingeteilt. Diese Maße werden in der DIN 33402 veröffentlicht. Die Häufigkeitsbereiche sind 5 , 50, 95 Perzentil. Die mittlere Körpergröße von Männern ist 175 cm (50 Perzentil - Median). Nur 5 % der Männer sind kleiner wie 165 cm (5 Perzentil). Nur 5 % der Männer sind länger wie 185,5 cm (95 Perzentil). Bei der Auslegung von medizinischen Hilfsmitteln sollten diese Daten für die Standard-Produkte zugrundegelegt werden. Unabhängig davon müssen für die Menschen deren Maße außerhalb dieser Grenzen liegen medizinische Hilfsmittel anpassbar sein.
Arthrose
Arthrose ist eine häufig schmerzhafte Gelenkverschleiß-Erscheinung. Gelenke verschleißen altersbedingt und unter erhöhten Belastungen unterschiedlich schnell. Der Gelenkverschleiß wird von verschiedenen Einflüssen verstärkt . Dazu gehören Übergewicht, Fehlstellungen der Gelenke, einseitige "falsche" Ernährung usw. Die Bewegungen werden für die Menschen durch Arthrose immer schmerzhafter. Dieser Schmerz führt in vielen Fällen dazu das die Mobilität der Menschen stark eingeschränkt wird. Durch den Einsatz geeigneter Heil- und Hilfsmittel lässt sich diese Behinderung häufig stark reduzieren.
Aufrichthilfe / Bettgalgen
Aufrichthilfen / Bettgalgen sind nur in den RotoFlex® Pflegebett / Aufstehbett RO-1002P, RO-1002H und RotoFlex®-Care vorgesehen. Es liegen sehr viele Erfahrungen mit diesen Systemen aus der Anwendung bei Pflegebetten / Aufstehbetten vor. Für die meisten notwendigen Bewegungen im Bett ist der Bettgalgen nicht notwendig und auch weniger geeignet.
Man kann, mit Hilfe der Aufrichthilfen, zwar unter Kraftanstregungen den Körper anheben / anlupfen. Aber da die Kraft nicht stabil über die Triangel und das Befestigungsband eingeleitet werden kann wird der Körper immer unter das Zentrum des Bettgalgens gezogen. Unterschiedliche Liegepositionen sind nur schwer zu erreichen.
Darum wird dieses Zubehör in der häuslichen Pflege sehr oft als Halterung für Klingel und Lichtschalter genutzt.
Aufstehkraft
Die Kraft, die ein Mensch benötigt, um vom der Sitzposition zum Stehen zu kommen wird als Aufstehkraft bezeichnet. Bei diesem Vorgang wird das Körpergewicht vom Becken bis zum Kopf um die Höhe der Oberschenkellänge angehoben. Das kann Beispielsweise bedeuten das bei einer Oberschenkellänge von 50 cm ein Körpergewicht von 50 Kg angehoben wird.
B
Braden - Skala
Das Risiko von einem Dekubitus betroffen zu sein wird anhand der Braden-Skala bewertet. Die detaillierte Einteilung der Braden - Skala berücksichtigt verschiedene Einflüsse wie Aktivität, Mobilität, Feuchtigkeit, Ernährung, Reibung und Scherkräfte usw. Die Bewertung mit der Braden-Skala wird in Behandlung und in der Genehmigung von Heil- und Hilfsmitteln herangezogen.
D
Dekubitus
Der Begriff Dekubitus bezeichnet ein Verletzungspektrum von einfacher Druckverletzung bis hin zu offenen Hautverletzungen. Diese Verletzung entsteht bei Menschen häufig im Zusammenhang mit langen Bettliegezeiten, (Wundliegen) hat aber in der Regel noch weitere Einflußfaktoren. Ein Dekubitus wird in Klassen (von I "Hautrötung bei intakter Haut" bis IV "Tiefer Hautdefekt mit Knochenbeteiligung" plus der allgemein Klasse V "undefiniert") eingeteilt. Weitergehende Informationen finden Sie z.B. beim medizinisches Wissensnetzwerk evidence.de der Universität Witten/Herdecke.
Drehrichtung bei Aufstehbetten
Die Drehrichtung (Seite auf der man Aussteigen möchte) des RotoFlex® Pflegebett / Aufstehbett kann entsprechend der Gewohnheit, oder der Raumverhältnisse, sowohl rechtsdrehend oder linksdrehend eingestellt werden. Dabei wird die Drehrichtung aus Sicht des im Bett Liegenden betrachtet. (Steigt er beispielsweise nach rechts aus [Erst das rechte Bein aus dem Bett] ist es die rechtsdrehende Variante.)
E
Einlegerahmen - Bett-Einsatz - Bett-in-Bett-Einsatz
Einlegerahmen wurden als Alternative in der häuslichen Pflege zu herkömmlichen Pflegebetten entwickelt. Der Funktionsumfang für die Pflege (Anwinkeln der Liegefläche im Rücken, Anwinkeln der Liegefläche im Beinbereich sowie anheben der gesamten Liegefläche auf über 80 cm) ist grundsätzlich gleich. Einlegerahmen lassen sich in vorhandene Bettrahmen auch Doppelbettrahmen einbauen.
Dazu nicht vergleichbar sind Systeme die nur einen Teil dieses Funktionsumfangs anbieten wie beispielsweise motorische Lattenroste.
Bei der Auswahl von Einlegerahmen ist zu beachten, dass die Längenverteilung der beweglichen Liegeflächenelemente der tatsächlichen Körperverteilung entspricht. Verschiedene der am Markt angebotenen Systeme berücksichtigen die typischen anthropometrische Körpermaß-Verteilungen der Nutzer nicht. Das RotoFlex® Pflegebett / Aufstehbett in der E-Version (Einbauvariante) berücksichtigt die antrhropometrischen Körpermaße und unterstützt Sie bei der täglichen Pflege.
G
Genehmigung von Hilfsmitteln
Den Mitgliedern von Krankenkassen stehen Hilfsmittel zum Ausgleich einer Behinderung oder Einschränkung zu. Die Genehmigung von Hilfsmitteln obliegt den Kranken- und Pflegekassen. Als Grundlage für die Hilfsmittelgenehmigung fordert die Kasse ein Rezept des behandelnden Arztes und den Kostenvorschlag eines Leistungserbringers (z.B. Sanitätshaus). Bei kleineren Hilfsmitteln entscheiden die Sachbearbeiter auf Basis der Aktenlage direkt. Bei kostenintensiveren Hilfsmitteln wird ein Gutachten z.B. des MDK zur Entscheidung herangezogen. Die Entscheidung über die Genehmigung wird aber immer von der Kasse gefällt deren Mitglied man ist.
Sollte eine Krankenkasse irrtümlich die Genehmigung eines Hilfsmittels verweigern kann das Kassenmitglied den Genehmigungsantrag wandeln in einen Antrag auf Kostenerstattung (§13 SGB V Absatz 3). Diese Wandlung kann durchgeführt werden wenn die schriftliche Ablehnung vorliegt und durch die Verweigerung des Hilfsmittels eine unaufschiebbare Leistung verweigert wird. Unter einer unaufschiebbaren Leistung versteht man natürlich auch die Begrenzung der Selbstständigkeit durch nicht zur Verfügung stellen eines Hilfsmittels.
Um dieses Vorgehen formal fehlerfrei durchzuführen ist es in der Regel sinnvoll diesen Wandel mit einem Fachanwalt abzustimmen. (siehe auch den kurzen Beitrag von Herrn Rechtsanwalt Gossen).
H
Heilmittel oder Hilfsmittel
Heilmittel und Hilfsmittel werden von den Krankenkassen unterschiedlich verwaltet. Das vom Arzt verschrieben Heilmittel darf vom Kassenpatienten direkt beschafft werden. Die Kasse erstattet dem Leistungserbringer die Kosten gegen Vorlage des Rezeptes.
Bei Hilfsmitteln muß der Leistungserbringer sich die Übergabe des Hilfsmittels genehmigen lassen. Erst wenn die Genehmigung vorliegt darf er das Hilfsmittel dem Patienten liefern. Bei den meisten Hilfsmitteln ist der Genehmigungszeitraum unkritisch. Eine Ausnahme stellen nur wenige Hilfsmittel (z.B. Anti-Dekubitus-Matratzen) dar.
Hilfsmittel (Behinderungsausgleich)
Menschen, die durch eine Krankheit oder eine Behinderung in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind, haben als Mitglied einer gesetzlichen Kranken- oder Pflegekasse einen Anspruch auf Heil- oder Hilfsmittel diese Beschränkung ausgleichen (§33 SGB V).
Die Kassen haben diese Leistung nach dem Prinzip der Wirtschaftlichkeit zu gewähren. Nach dem Wirtschaftlichkeitsprinzip darf die Kasse aus einem Pool gleichwertiger Hilfsmittel mit gleichem Funktionsumfang die preiswerteste Lösung genehmigen. Das Hilfsmittel muss aber über den Funktionsumfang und die Ausstattung verfügen um die Anforderungen des Kassenmitglieds zu erfüllen. Hierbei sollte jedoch auf die anthropometrischen Daten des Nutzers bei den Hilfsmittel wie Pflegebett oder Rollstuhl (Sitztiefe, Körpergröße etc.) geachtet werden.
I
Indikation
Als Indikation wird der Zusammenhang zwischen einer Erkrankung bzw. den Auswirkungen der Erkrankung und dem Heilverfahren oder den Hilfsmitteln bezeichnet. Bei einer Erkrankung U kann man mit Hilfsmittel W die Auswirkungen der Erkrankungen nachhaltig beschränken. Damit ist bei der Erkrankung U die Anwendung des Hilfsmittels W angezeigt. Im Rahmen des Genehmigungsverfahren für ein Hilfsmittel wird die Indikation geprüft.
K
Krankenkassen - gesetzliche GKV / - private PKV (D) - Der kleine Unterschied
Grundsätzlich unterliegen beide Versicherungsarten den gleichen gesetzlichen Anforderungen der deutschen Sozialgesetze. Die privaten Versicherungen haben aber die Möglichkeit im Rahmen von Einzelverträgen höhere und geringere Leistungen zu vereinbaren. Die gesetzlichen Versicherungen dürfen die Mindestleistungen nicht unterschreiten sondern nur im geringen Umfang höhere Leistungen zusagen.
Die privaten Versicherungen werben mit besonderen Leistungen wie Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer bei Krankenhausaufenthalt. Gleichzeitig können aber auch notwendige Leistungen im Rahmen von Einzelverträgen ausgeschlossen werden. Dieser Ausschluss von notwendigen Leistungen wird von einigen privaten Versicherungen beispielsweise bei Hilfsmitteln angewendet. In den Verträgen einiger Versicherungen wird bereits beim Abschluss eine unvollständige, nicht aktuelle Hilfsmittelverzeichnis zugrundegelegt und als "geschlossene Liste" bezeichnet. Auf dieser Basis hat der Privatversicherte bereits beim Abschluss einen geringeren Versicherungsschutz gegenüber einem Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse. Dazu kommt noch das diese Versicherungsverträge die Teilhabe an technisch-medizinischen Fortschritten ausschließen.
Kostenübernahme
Zu den Leistungen der Kranken- und Pflegekassen gehört die Übernahme der Kosten von Gegenständen (z.B. Pflegebett) und Leistungen (z.B. Krankengymnastik) die zur Erhaltung des Gesundheitszustandes oder dem Ausgleich einer Behinderung dienen. Dabei werden die Leistungen und die Gegenstände für die die Kassen im Rahmen ihrer Pflichten als Versicherung die Kosten übernehmen von allen Leistungen des "täglichen Leben" abgegrenzt.
Zum Beispiel ist ein
- normales Bett - ein Gegenstand des täglichen Lebens- gehört damit nicht zum Leistungsumfang der Krankenkassen und Pflegekassen.
- Bett mit einem elektromotorischen Lattenrost - ein Komfortgegenstand des täglichen Lebens- gehört damit nicht zum Leistungsumfang der Krankenkassen und Pflegekassen.
Demgegenüber ist beispielsweise ein
- Bett mit einem Einlegerahmen - ein Hilfsmittel in der Pflege - gehört bei passender Indikation zum Leistungsumfang der Krankenkassen und Pflegekassen. Die Kosten für Beschaffung und Unterhaltung trägt die Kasse.
- Pflegebett - ein Hilfsmittel in der Pflege - gehört bei passender Indikation zum Leistungsumfang der Krankenkassen und Pflegekassen. Die Kosten für Beschaffung und Unterhaltung trägt die Kasse.
- Aufstehbett - ein medizinisches Hilfsmittel das sowohl in der Pflege genutzt wird, als auch zur Selbstständigkeit dient. Bei passender Indikation gehört dieses Hilfsmittel zum Leistungsumfang der Krankenkassen und Pflegekassen. Die Kosten für Beschaffung und Unterhaltung trägt die Kasse.
L
Leistungserbringer
Leistungserbringer sind Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken, Sanitätshäuser Fachfirmen für Medizinprodukte usw. Der Gesetzgeber hat im Zusammenhang mit der Ausgestaltung der Kranken- und Pflegegesetze die Positionen (Rechte und Pflichten) der beteiligten Gruppen (Versicherungen, Mitglieder von Versicherungen und den Leistungserbringern) genau beschrieben und abgegrenzt.
Liegefläche eines Pflegebettes
Die Liegefläche eines Bettes sollte mehrteilig und verstellbar sein. Die Hauptteile der Liegefläche sollen
- den Rücken
- das Gesäß
- die Oberschenkel und
- die Unterschenkel
getrennt unterstützen. Diese Komponenten sollten im Winkel zueinander verstellbar sein. Durch die Verstellung der Winkel zueinander kann die Liegefähigkeiten bei Menschen erheblich verbessert werden. Weitere Verstellbarkeit z.B. eine Kopfanhebung ist zudem sinnvoll.
Lifter
Lifter werden in der Pflege zum Transport von Menschen genutzt. Besonders um die täglichen Transferaktivitäten (Transfer vom Rollstuhl ins Bett oder auf die Toilette) zu erleichtern.
Verschiedene Liftertypen:
- Treppenlifter - üblich als Sitzsystem mit dem eine Person eine Etage hochtransportiert wird. - Kann häufig vom Nutzer selbst betrieben werden.
- Deckenlifter - System das üblicherweise als Portal in einem Raum installiert ist. Am Portal ist eine Hebeeinrichtung üblicherweise mit einem einhängbaren Tuch. Personen können mit dem System im Tuch angehoben werden und mit dem Portal hängend durch den Raum gefahren werden. - Dem Nutzer muss von einer zweiten Person geholfen werden.
- Fahrlifter - System das auf dem Boden fahrbar ist und mittels eines Kragarms Hebevorgänge durchführen kann. Personen können mit dem System im Tuch angehoben und durch den Raum und in andere Räume gefahren werden. Der Fahrbereich muss stufenfrei und ausreichend breit sein.
- Umsetzhilfe - System das auf dem Boden fahrbar ist und mittels eines Gurtes und einer Zugeinrichtung Personen aus der Sitzposition in die kraftfreie Stehposition bringen. (siehe auch Roleo®Motuna Umsetzhilfe)
M
Matratzen
Matratzen sollen in Kombination mit der Liegefläche den notwendigen Liegekomfort ein erholsames Schlafen bewirken. Matratzentypen sind Schaumstoff Standard, Kaltschaum, Visko-Elastisch, etc. Latex, Federkern, Wasserbett und Luftkammer. Die Matratzen werden auf das Körpergewicht des Menschen und das Komfort-Empfinden (Weichheitsgrad) eingestellt.
Bei erkrankten Menschen mit Muskelschwäche wird zusätzlich die "Beweglichkeit" bei geringer Körperkraft berücksichtigt.
MDK
Die gesetzlichen Krankenkassen haben zur Prüfung der Nutzung von Leistungen der Krankenkassen eine unabhängige Prüfungsgesellschaft, den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK), gegründet. Die Gründung des MDK stellt die Umsetzung einer Vorgabe des Sozialgesetzbuchese V (§§ 275 bis 283 SGB V usw.) dar. Diese Gesellschaft arbeitet bundesweit flächendeckend. Sie begutachtet Pflegerahmenbedingungen, die Einsatz- und Nutzungsmöglichkeiten von Hilfsmitteln, den Qualitätsstandard von intentioneller Pflege usw.
Der MDK arbeitet für die gesetzlichen Krankenkassen als Dienstleister. Häufig werden aber die Gutachten des MDK als Argunment für Bewilligungsentscheidungen vorgeschoben. Dabei wird die gesetzlich vorgegebene Aufgabenteilung nicht beachtet:
Die MDK-Guachten dienen als eine von mehreren Entscheidungsgrundlage. Der MDK entscheidet nicht über die Genehmigung von Hilfsmittel und Leistungen der Kasse. Nur die Krankenkasse und ihre Mitarbeiter über die Genehmigng oder Ablehnung von Hilfsmitteln oder Leistungen entscheiden. Die Kassenmitarbeiter sind im Zweifelfall auch für Fehlentscheidungen haftbar nach Sozialgesetzbuch. Darum ist die Aussage "Der MDK hat das nicht genehmigt" grundsätzlich nicht haltbar.
Medicproof
Ein Unternehmen das für die privaten Kranken- und Pflegekassen arbeitet und etwa die gleichen Begutachtungen wie der MDK (Medizinischen Dienst der Krankenkassen) durchführt. Auch die Gutachten des Medicproof sind keine Entscheidungen sondern lediglich eine Entscheidungsgrundlage. Die Entscheidungen werden von den Mitarbeitern der jeweiligen Krankenkasse getroffen.
Muskelerkrankungen
Eine Vielzahl von Muskelerkrankungen (ALS, MS, Parkinson usw.) wurden in den letzten Jahren erforscht. Die Ursachen der Erkrankungen sind ebenso Unterschiedlich (Entzündungen, Störungen in den Steuerung durch die Nerven) wie die Wirkungen auf die betroffenen Menschen (Muskelschwäche, Spastiken, Lähmungen). Ihnen gemeinsam ist die Beschränkung der Mobilität der Betroffenen.
O
Osteoporose
Der Begriff Osteoporose bezeichnet eine Krankheit die die Abnahme der Knochendichte (Knochenschwund) beschreibt. Diese Krankheit tritt in der Regel im höheren Alter bei Frauen auf. Als Folge dieser Veränderung der Knochenstruktur (Dichte-Abnahme) treten vermehrt Knochenbrüche auch bei geringer Krafteinwirkung auf. Einzelne Frakturentypen (Knochenbrüche) treten in erhöhtem Umfang auf. Dazu gehören unter anderem die Wirbelbrüche.
R
Raumgewicht - RG
Das Raumgewicht (RG) ist wichtiges Merkmal für die langlebigigkeit und Belastbarkeit einer Schaumstoffmatratzen. Das Raumgewicht wird in kg pro Kubikmeter angegeben.
REHADAT - Datenbank
Die REHADAT ist ein Informationssystem zur beruflichen Rehabilitation. In dieser Datenbank werden die von den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen aufgenommenen Hilfsmittel aufgeführt und kurz beschrieben. ( http.//www.rehadat.de )
S
Sitztiefe / Oberschenkellänge
Um für Menschen mit Muskelschwächen einen sicheres Sitzen zu gewährleisten muß die Sitztiefe des Stuhles zur Oberschenkellänge des Sitzenden passen. Die Tiefe des Sitzes darf weder
- zu lang sein - Das Aufstehen ist sehr anstrengend, kann häufig nicht selbstständig durchgeführt werden - noch
- zu kurz sein - es besteht das Risiko des Herunterrutschen von der Sitzfläche.
-
Seniorenbett
Seniorenbett ist ein Werbebegriff aus dem Möbelfachhandel und bezeichnet Betten die eine erhöhte Liegefläche (häufig üb er 50 cm) haben. Die durchschnittliche Unterschenkellänge (incl. Füße) beträgt bei Erwachsenen Männern 45 cm und bei Frauen 41 cm. Durch die erhöhte Liegefläche kann der Aufstehprozess vereinfacht werden. Der Nutzer setzt sich von der Liegeposition in die Sitzposition und kann sich dann herausgleiten lassen. Der Kraftaufwand zum Anheben des Oberkörpers wird stark reduziert.
Gleichzeitig nimmt man aber den Nachteil in Kauf, dass der Aufwand für das ins Bett legen steigt. Bei einer hohen Liegefläche kann man sich nicht direkt möglichst weit in die Bettmitte setzen sondern wegen der Höhe nur an den Bettrand. Als Folge ist der Bewegungsablauf um in der Mitte des Bettes liegen zu können, erkennbar höher. Für Menschen mit Bewegungseinschränkungen und Angst vor einem Sturz aus dem Bett ist diese Lösung nur begrenzt sinnvoll.
Stauchhärte
Stauchhärte bezeichnet eine Eigenschaft von Schaumstoffmatratzen. Als Stauchhärte wird die Kraft, die ein Material einem Druck entgegensetzt. Verschiedene Stauchhärten in Schaummatratzen erreicht man durch den unterschiedlichen Aufbau der Molekularstruktur der Zellstege. Gemessen wird bei der Stauchhärte die Kraft die bei einer Fläche von einem Quadratmetern (m2) notwendig ist um den Schaum um 40% zusammenzudrücken (nach DIN 53 577). Das Ergebnis wird als Druck in Pascal (Pa) angegeben.
Die Stauchhärte ist eine Aussage zum Festigkeitsgrad bzw. den Weichheitsgrad einer Schaummatratze.
U
Umsetzhilfe
Umsetzhilfen sind Systeme mit denen Menschen aus einer sitzenden Position in eine stabile stehende Position auf einem fahrbaren Transportsystem gebracht werden. Die Stehfunktion wird durch einen Rückengurt der an der Umsetzhilfe befestigt ist und das Abstützen der Unterschenkel an einer gepolsterten Strebe der Umsetzhilfe erreicht.
Umsetzhilfen sind Sonderformen der Lifter die den Menschen noch erheblich mehr Selbstständigkeit ermöglichen wie die klassischen Lifter.
W
Wechseldruckmatratze
Eine Wechseldruckmatratze besteht aus mehreren unabhängigen Luftkammern, die von einem Pumpensystem gefüllt werden.
Übliche Wechseldruckmatratzen können verschiedene Kammern mit unterschiedlichen Luftdruck füllen. Dabei werden in Zeitzyklen von mehreren Minuten in den Kammern der Druck geändert. Mit dieser Methode kann sowohl ein aufkommender Dekubitus verhindert als auch ein vorhandener Dekubitus zurück gedrängt werden.
Weichlagerungsmatratze
Weichlagerungsmatratze sind Matratzen, die in ihren Eigenschaften besonderen Anforderungen genügen müssen. Dazu gehören der Weichheitsgrad, die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit, die Atmungsaktivität usw. Diese Eigenschaften unterstützen die Dekubitusprophylaxe.
Diese Eigenschaften werden von Fachinstituten überprüft und zertifiziert. Nur Matratzen die diese Prüfungen durchlaufen haben werden als Hilfsmittel von den Spitzenverbänden der gesetzlichen Krankenkassen als Weichlagerungsmatratze im Hilfsmittelverzeichnis aufgenommen. Alle anerkannten Hilfsmittel werden in der Datenbank REHADAT aufgeführt.
