Krankenkassen – gesetzliche GKV / – private PKV (D) – Der kleine Unterschied

Grundsätzlich unterliegen beide Versicherungsarten den gleichen gesetzlichen Anforderungen der deutschen Sozialgesetze. Die privaten Versicherungen haben aber die Möglichkeit im Rahmen von Einzelverträgen höhere und geringere Leistungen zu vereinbaren. Die gesetzlichen Versicherungen dürfen die Mindestleistungen nicht unterschreiten, sondern nur im geringen Umfang höhere Leistungen zusagen.

Die privaten Versicherungen werben mit besonderen Leistungen wie Chefarztbehandlung oder Einzelzimmer bei Krankenhausaufenthalt. Gleichzeitig können aber auch notwendige Leistungen im Rahmen von Einzelverträgen ausgeschlossen werden. Dieser Ausschluss von notwendigen Leistungen wird von einigen privaten Versicherungen beispielsweise bei Hilfsmitteln angewendet.

In den Verträgen einiger Versicherungen wird bereits beim Abschluss eine unvollständige, nicht aktuelle Hilfsmittelverzeichnis zugrundegelegt und als „geschlossene Liste“ bezeichnet. Auf dieser Basis hat der Privatversicherte bereits beim Abschluss einen geringeren Versicherungsschutz gegenüber einem Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse. Dazu kommt das diese Versicherungsverträge die Teilhabe an technisch-medizinischen Fortschritten ausschließen. Weitergehend ist in einigen dieser Verträge zusätzlich ein Höchstbetrag für die aufgeführten Hilfsmittel angegeben. Damit wird ebenfalls eine Anpassung an die Kostensteigerung in der Zukunft ausgeschlossen. Beide Aspekte führen im Bedarfsfall bei langjährigen Verträgen zu einer erkennbaren Versicherungsunterdeckung.

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