Informationen für Arzt und Ärztin

Wozu ein Aufstehbett?

Das Aufstehbett INDREA ist ein Pflegebett mit Aufstehhilfe und somit ein medizinisches Hilfsmittel gemäß dem Medizinproduktegesetz (MPG) und den Sozialgesetzbüchern V (SGB V) § 33 und  XI (SGB XI) § 40. Lesen Sie als Arzt oder Ärztin hier

  • weshalb dieses Hilfsmittel sehr sinnvoll sein kann
  • wie Sie es verschreiben
  • warum die Patientin Ihre Unterstützung braucht.

Aufstehbetten werden seit über 15 Jahren mit großem Erfolg in Kliniken, Heimen, Krankenhäusern und der Pflege zu Hause eingesetzt.

Mit dem Aufstehbett INDREA können Patienten wieder selbstständig oder mit nur minimaler Unterstützung aus dem Bett aufstehen und sich hineinlegen. So werden sie nicht nur unabhängiger von Pflegenden, sondern können sich auch selbst mobilisieren und werden zu regelmäßiger Bewegung ermuntert. Bewegung wiederum fördert bekanntermaßen die Gesundheit, u. a. weil sie Atmung, Kreislauf, Muskulatur und Verdauung anregt.

Auch kann die Patientin mit diesem Hilfsmittel wieder öfter aktiv ein Sozialleben pflegen, was die psychische, aber auch die körperliche Gesundheit und das Wohlbefinden fördert.

Arzt oder Ärztin sind Fachpersonen für die Diagnose und Therapie. Teil ärztlicher Verantwortung ist es, der Patientin oder dem Patienten geeignete Hilfsmittel zu verschreiben, um deren körperliche und psychische Gesundheit zu steigern oder zu erhalten (SGB V § 23.1.1 + 1.3 + 1.4; SGB V § 27.1.4 + 1.6). Hierzu gehört auch, ihn oder sie so gut wie möglich wieder in das gewohnte Umfeld einzubinden, denn dies mindert besonders psychische Belastungen.

Ziel der ärztlichen Therapie sind Steigerung oder Erhalt der Mobilität eines Patienten / einer Patientin. Der Einsatz des Pflegebetts / Aufstehbetts INDREA erfüllt dies in mehrer Hinsicht. Deswegen ist es entsprechend SGB V § 23.1 ein verschreibungsfähiges Hilfsmittel.
Erfahrungen von Patienten zeigen, dass das Aufstehbett INDREA neben der physischen auch wichtige psychische Unterstützung spendet.

Verordnung

Die Ärztin muss vor Verordnung dieses Hilfsmittel prüfen, welche Funktionen es haben muss – stets in Bezug darauf, dass es die Behandlung einer Patientin optimal unterstützen soll.
Für die eindeutige Identifikation des Hilfsmittels ist wichtig, dass seine Grundfunktionen oder seine Hilfsmittelnummer im Rezept oder einem Anhang angegeben sind.
Das INDREA-Pflegebett / Aufstehbett ist entsprechend den Vorgaben der Krankenkassen dann zu verordnen, wenn einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • die Indikation für ein Pflegebett oder einen Einlegerahmen mit höhenverstellbarer Liege liegt vor
  • die Patientin kann sich mit dem Hilfsmittel selbstständig ins Bett legen oder es verlassen
  • Schwenk- und Sitzfunktion der Liegefläche ist notwendig
  • alternative Maßnahmen scheiden aus.

Das Verordnen von Hilfsmitteln hat keine Nachteile für die Verordnungspraxis der Ärztin, da es nicht ihr Budget für Arzneien und Heilmittel belastet.

Rezeptbeispiel

„Pflegebett mit elektromotorischer Aufstehhilfe.“

Attestbeispiel

“Herr / Frau … ist aufgrund des vorliegenden Krankheitsbildes nicht oder nur selten in der Lage, sich ohne fremde Hilfe ins Bett zu legen oder daraus aufzustehen. Für eine akzeptable Versorgung ist ein Bett notwendig, das Herr / Frau … hebend oder fahrend von einer Liege- in eine Sitzposition umlagert, oder umgekehrt. Dadurch bleibt Herrn / Frau [Name]s Mobilität erhalten, kann sogar gesteigert oder überhaupt erst wieder erreicht werden. Die dauerhafte pflegerische Hilfe am Bett wäre hierdurch folglich nicht mehr permanent nötig.“

Unterlagen für den Arzt / die Ärztin und zur Auslegung des Aufstehbetts INDREA

Erfassungsbogen für das INDREA Aufstehbett und Pflegebett (Senden Sie uns den ausgefüllten Erfassungsbogen zu.)
Indikationen für das Pflegebett / Aufstehbett INDREA (Der Ärztin zur Information mitnehmen.)
Informationen für den Arzt über das INDREA Pflegebett und Aufstehbett (Der Ärztin zur Information mitnehmen.)