Trendelenburg-Lagerung und Anti-Trendelenburg-Lagerung

Die Trendelenburg-Lagerung heißt, dass beim Patienten in Rückenlage die Füße über dem Po und der Kopf unter dem Po liegen (siehe Bild). In Pflegebetten ist dies möglich, indem die gesamte Liegefläche bis zu 15° nach unten abgewinkelt wird. Ziel ist es im Rahmen dieser „Schock-Lagerung“ die Akutmaßnahmen zu verstärken. Das heißt, die Lagerung empfiehlt sich bei bestimmten Schockzuständen wie dem anaphylaktischen Schock oder dem Volumenmangelschock. Die Position ist nur zulässig, wenn sie ärztlich angeordnet bzw. beaufsichtigt ist.

Die Anti-Trendelenburg-Lagerung heißt, dass bei der Patientin in Rückenlage die Füße unter dem Po und der Kopf über dem Po liegen (siehe Bild). In Pflegebetten ist dies möglich, indem die gesamte Liegefläche bis zu 15° nach oben angewinkelt wird. Ziel ist es im Rahmen dieser „Wohlfühllage“ die Atmung zu erleichtern und den Sauerstoffgehalt im Blut zu erhöhen. Die Anti-Trendelenburg-Lagerung eignet sich bei Herz- und Lungeninsuffizienz. Der Grund dafür: Bei diesen Insuffizienzen können in der Brust und bei der Atmung Enge und Beklemmungsgefühle auftreten. Wenn der Kopf am höchsten liegt, sacken Organe und der Rest des Körpers leicht nach unten und in der Brust entsteht Platz.

Die Trendelenburg- und Anti-Trendelenburg-Lagerungen können bei Pflegebetten auch als optionales Zubehör hinzugewählt werden. Insofern eignen sich unsere Pflege- und Aufstehbetten gerade dann, wenn Sie an Herz- oder Lungeninsuffizienz leiden. Im Sitzbett INDREA-T z. B. ist das Schlafen in einer bequemen Sitzposition möglich. Diese fördert – wie die Anti-Trendelenburg-Lagerung – einen erholsamen Schlaf, bei dem Sie frei durchatmen können und nicht wegen Atemnot aufwachen. So kann sich Ihr Allgemeinbefinden ganz ohne Medikamente verbessern.

Friedrich Trendelenburg war Chirurg (gestorben 15.12.1924).

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